Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.
Der Bäcker schaut über den Zaun und grüßt die Nachbarn. Manche Wörter sind länger, andere kürzer, doch alle dienen nur der Füllung. Über die Straße läuft eine Katze, während der Wind durch die Blätter streicht. So entsteht Text, der zwar echt aussieht, aber nichts bedeutet.
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